Indikation Prostata

Prostata-Diagnostik

Multiparametrisch, PI-RADS-strukturiert, leitlinienkonform.

Die strukturierte Prostata-MRT nach PI-RADS-Standard – und für komplexe Fragestellungen die PSMA-PET/CT. Befundung durch erfahrene Radiologen, im engen Austausch mit den Urologen der Region.

Lagerung einer Patientin am MRT in unserer Praxis – persönliche Begleitung durch unser Team.
Prostata-MRT an unserem 1,5-Tesla-System – ohne Röntgenstrahlung.

Der PI-RADS-Standard

Ein klarer Maßstab statt freier Beschreibung.

PI-RADS (Prostate Imaging–Reporting and Data System) ist der internationale Standard, nach dem wir jede Prostata-MRT befunden. Jedem auffälligen Areal wird eine Kategorie von 1 bis 5 zugeordnet – sie beschreibt, wie wahrscheinlich ein klinisch signifikantes Prostatakarzinom ist.

  1. 1sehr niedrigklinisch signifikantes Karzinom sehr unwahrscheinlich
  2. 2niedrigunwahrscheinlich
  3. 3intermediärunklarer Graubereich – Einzelfall-Abwägung
  4. 4hochwahrscheinlich
  5. 5sehr hochsehr wahrscheinlich

Die PI-RADS-Kategorie ist keine Diagnose, sondern eine strukturierte Einordnung. Sie macht Befunde vergleichbar und gibt Ihrer urologischen Praxis eine klare Grundlage für die Entscheidung – etwa, ob und wo gezielt biopsiert wird.

Was das multiparametrische Prostata-MRT leistet

PI-RADS-strukturiert

Jeder Befund nach dem international standardisierten PI-RADS-v2.1-Schema – eindeutige Kategorie 1 bis 5 statt freier Beschreibung. Vergleichbar, nachvollziehbar, anschlussfähig für Urologie und Tumorboard.

Gezielt statt blind

Das mpMRT lokalisiert verdächtige Areale vor der Biopsie. Statt blinder systematischer Stanzen wird gezielt biopsiert (MRT-/Ultraschall-Fusion) – höhere Trefferquote für klinisch signifikante Karzinome, weniger Überdiagnostik harmloser Befunde.

Strahlungsfrei & wiederholbar

Die MRT arbeitet ohne Röntgenstrahlung – ideal für die engmaschige Active-Surveillance-Verlaufskontrolle bei Niedrig-Risiko-Karzinomen, beliebig oft wiederholbar.

Mehr als nur ein Bild

Drei Kontraste in einer Untersuchung: T2 für die Anatomie, Diffusion für die Zelldichte, Kontrastmittel für die Durchblutung. Erst das Zusammenspiel macht die Aussage belastbar.

Eingespielt mit der Urologie

Regelmäßiger fachlicher Austausch mit den urologischen Praxen und Kliniken der Region – der Befund kommt strukturiert dort an, wo therapeutisch entschieden wird.

Auch als individuelle Vorsorge

Bei familiärer Vorbelastung oder persönlichem Wunsch ist das mpMRT als Selbstzahler-Leistung (IGeL) möglich – nach ärztlicher Beratung zu Nutzen und Grenzen.

Häufige Fragestellungen

Wann eine Prostata-Bildgebung sinnvoll ist

Beispielhafte klinische Situationen, in denen wir die Prostata untersuchen:

  • PSA-Erhöhung – Klärung vor Biopsie, ggf. gezielte MRT-/Ultraschall-Fusionsbiopsie
  • Verdacht auf klinisch signifikantes Prostatakarzinom
  • Active-Surveillance-Verlauf bei Niedrig-Risiko-Karzinom
  • Rezidiv-Suche nach kurativer Therapie (PSA-Anstieg) – meist PSMA-PET/CT
  • Vor Therapieplanung (Bestrahlung, OP, Fokaltherapie)
  • Familiäre Risikokonstellation – individuelle Vorsorge-Untersuchung als IGeL möglich

Die Indikationsstellung erfolgt durch Ihre urologische oder hausärztliche Praxis.

So läuft Ihre Prostata-MRT ab

  1. 1

    Vorbereitung & Aufklärung

    Vorab klären wir Kontraindikationen (Herzschrittmacher, Metallimplantate) und Nierenwerte, falls Kontrastmittel vorgesehen ist. Den Enddarm sollten Sie möglichst entleert zur Untersuchung mitbringen.

  2. 2

    Ruhigstellung

    Für eine bewegungsruhige Darstellung der Prostata kann ein krampflösendes Medikament gegeben werden. Sie liegen entspannt auf dem Rücken.

  3. 3

    Die Aufnahme

    In etwa 25 bis 40 Minuten nehmen wir die PI-RADS-Sequenzen auf – T2, Diffusion und, wo sinnvoll, Kontrastmittel. Über Kopfhörer bleiben Sie mit uns in Kontakt.

  4. 4

    Strukturierter Befund

    Unser Radiologe befundet nach PI-RADS v2.1 und übermittelt das Ergebnis zeitnah und sicher an Ihre urologische oder hausärztliche Praxis – als Grundlage der weiteren Entscheidung.

Häufige Sorgen – offen beantwortet

Eine Prostata-Untersuchung ist für viele Männer mit Unsicherheit verbunden. Worum es wirklich geht:

  • „Ist die Röhre nicht sehr eng?“

    Unser MRT hat einen weiten 70-cm-Tunnel und ist an Kopf und Füßen offen. Wer dennoch beklommen ist, sagt uns das vorab – wir nehmen uns Zeit, und in den allermeisten Fällen gelingt die Untersuchung gut.

  • „Tut die Untersuchung weh?“

    Nein. Das mpMRT ist nicht-invasiv – keine Sonde, keine Strahlung. Sie liegen ruhig, hören die typischen Klopfgeräusche über Kopfhörer und können jederzeit mit uns sprechen.

  • „Brauche ich Kontrastmittel?“

    Oft, aber nicht immer. Wenn Kontrastmittel sinnvoll ist, klären wir vorab Ihre Nierenwerte und Verträglichkeit. Moderne MRT-Kontrastmittel sind gut verträglich.

  • „Habe ich dann sofort ein Ergebnis?“

    Die Befundung nach PI-RADS braucht ärztliche Sorgfalt. Den strukturierten Befund erhält Ihre urologische Praxis zeitnah – sie bespricht mit Ihnen die nächsten Schritte.

Schwerpunkt im ärztlichen Team

Schwerpunkt Prostata-Diagnostik

Die multiparametrische Prostata-MRT nach PI-RADS-Standard hat bei uns einen festen fachlichen Schwerpunkt im ärztlichen Team – mit strukturierter Befundung und enger Abstimmung zur Urologie.

Für urologische und hausärztliche Praxen

Strukturierter PI-RADS-Befund, direkt anschlussfähig

Sie erhalten einen nach PI-RADS v2.1 kategorisierten Befund mit klarer Lokalisation verdächtiger Areale – als Grundlage für die gezielte Fusionsbiopsie und die Vorstellung im Tumorboard. Für komplexe Fälle stimmen wir uns gern direkt ab.

Für fachliche Rücksprache erreichen Sie uns unter 0931 41799-0 – bitte „Prostata-MRT“ angeben.

Häufige Fragen

Was ist ein multiparametrisches Prostata-MRT (mpMRT)?
Eine hochauflösende MRT-Untersuchung der Prostata nach dem PI-RADS-Standard, die mehrere Bildkontraste kombiniert (T2-Gewichtung, Diffusion und Kontrastmittel). Sie dient der Abklärung erhöhter PSA-Werte, der Planung gezielter Biopsien und der Verlaufskontrolle unter Active Surveillance.
Was bedeutet meine PI-RADS-Kategorie?
PI-RADS reicht von 1 bis 5 und beschreibt, wie wahrscheinlich ein klinisch signifikantes Prostatakarzinom ist – von 1 (sehr unwahrscheinlich) bis 5 (sehr wahrscheinlich). Die Kategorie ist keine endgültige Diagnose, sondern eine strukturierte Einordnung, die Ihre Urologin oder Ihr Urologe für das weitere Vorgehen nutzt.
Ersetzt das MRT die Biopsie?
Nicht grundsätzlich, aber es verändert sie. Bei unauffälligem MRT kann auf eine Biopsie unter Umständen verzichtet werden; bei auffälligem Befund ermöglicht es eine gezielte statt einer blinden Biopsie. Die Entscheidung trifft Ihre urologische Praxis.
Ist das Prostata-MRT strahlenbelastend?
Nein. Die MRT arbeitet ohne Röntgenstrahlung, allein mit einem Magnetfeld und Radiowellen. Sie ist beliebig wiederholbar – gerade für die Verlaufskontrolle ein Vorteil.
Übernimmt die Kasse die Kosten – und brauche ich eine Überweisung?
Das mpMRT ist bei gesetzlich Versicherten nur in bestimmten Konstellationen eine Kassenleistung; ansonsten ist es als Selbstzahler- oder Privatleistung möglich. Wir klären die Kostenfrage vorab transparent mit Ihnen. Eine ärztliche Überweisung ist sinnvoll.
Wie bereite ich mich vor?
Für eine ruhige Darstellung kann ein krampflösendes Medikament gegeben werden; der Enddarm sollte möglichst entleert sein. Die genauen Hinweise erhalten Sie bei der Terminvergabe.

Termin für eine Prostata-Untersuchung

Online buchen, per Rückruf-Anfrage oder telefonisch – Sie wählen den Weg.